augentrost
Gestern habe ich in Bad Aussee diese wunderschöne Wiese voller Augentrost gefunden.
augentrost_
Wer jemals einen Euphrasiabestand mit wachen Augen wahrgenommen hat, wird
sich des Eindrucks nicht erwehren können, dass diese Pflänzchen die Augen der Erde
sind. Sie strahlen und leuchten. Ihre Blütenblätter erinnern unwillkürlich an die
Wimpern einer schönen Frau. Es ist, als ob die Erde selbst einen anschaut.
Sagt die Heilpraktikerin und Medizinjournalistin Margret Rupprecht.

Johann Künzle verwendete den Augentrost zusammen mit der edlen Raute und dem würzigen Fenchel, nach dem uralten Rezept der heiligen Theodora, zur Herstellung eines Augenwassers. Schwache und überanstrengte Augen wurden mit einer Augentrost-Abkochung, am besten täglich frisch zubereitet, mittels einer Auflage behandelt. Sofern das Augenweh nicht mit Kopfschmerzen oder Magenunstimmigkeiten zusammenhing, hat die Anwendung mit Augentrost innert kurzem Erleichterung gebracht.
Die Inhaltsstoffe von Euphrasia officinalis (Iridoidglykoside wie Aucubin, Flavonoide, Gerbstoffe) sind in der Phytotherapie von heute gedacht bei Gerstenkorn und bei Entzündung der Lidränder (Blepharitis). Auch funktionelle Sehstörungen muskulären oder nervösen Ursprungs sind eine Indikation von Augentrost. Augentrost bringt Licht ins Dunkel und besitzt eine ausgesprochene Beziehung zu diesen beiden Gegensätzen. Euphrasia hilft bei der Stärkung der inneren und äußeren Sehkraft.
(Traudl Walden)

Der Augentrost ruft:
Halt, bleib´ stehen und nimm´ mich mit,
dann bist du bald mit dir im Schritt.
Du siehst es klar und auch sehr rein, wie ein “güldner“ Sonnenschein.
Böse Blicke halte ich fern´, denn ich habe dich ja so gern.
Hab´ Dank für die große Freude in dieser Zeit, ich bin bereit.
Dann werd´ ich dich finden und in mein Herz binden.
So bringe dich ein mit Frohsinn und Wein.
Habe Dank für dein Gehen auf leisen Zehen.
© KP Gertrude Kurzbauer

Einen schönen Sommertag wünscht Euch
Christian und das Wildkräuterleben-Team


hollerkrapfen

SONNWENDKRÄUTER-WANDERUNG

Die Natur ist das einzige Buch, das auf allen Blättern großen Inhalt bietet
(Johann, Wolfgang von Goethe)

Johannistag und Sommersonnenwende

SONNWENDKRÄUTER-WANDERUNG am Fuße des Hansberg´s

Das Leben auf dem Land wurde einst nicht allein durch den Wechsel der
Jahreszeiten bestimmt. Auch kirchliche Feste gaben dem Jahr eine
Struktur und gaben den Menschen im arbeitsreichen Alltag eine
Verschnaufpause. Vor allem Tage, die herausragenden Heiligen geweiht
waren, wurden feierlich begangen. Einer dieser besonderen Termine ist
der 24. Juni – der Geburtstag von Johannes dem Täufer. Man ging einst
davon aus, dass Holunderblüten, Beifuß (Artemisia), Königskerze und
andere Wildkräuter am 24. Juni und in der vorhergehenden Nacht gesammelt,
besonders wirksame Heil- und Zauberpflanzen waren, da auch die Sonne zu
dieser Zeit ihre größte Kraft besitzt. (21. Juni = Sommer-Sonnenwende)

Gemeinsam machen wir uns auf, diese Sonnenkräuter, aber auch andere
Heilpflanzen zu erkunden.
Es gibt Tipps, wie Mann/Frau die Kräuter in der Küche, aber auch für
Gesundheits- und Schönheitsprodukte verwenden kann. Schon Hippokrates
sagte vor 2500 Jahren: “ Eure Lebensmittel sollen eure Heilmittel sein
und eure Heilmittel sollen eure Lebensmittel sein“.

Zeit: Samstag, 25. Juni 2016, 17:00 bis 20.00 Uhr
Treffpunkt: St. Veit, Bründlstraße 18, am Fuße des Hansberg´s
Leitung: Gertrude Kurzbauer Zertifizierte Kräuterpädagogin
Kosten: 25,– Euro, inkl. Jause und Getränk
Bezahlung vor Ort
Anmeldung:
per Mail: gertrude.kurzbauer@gmx.at
Telefonisch: 0664/2042182

Maximal 12 TeilnehmerInnen

Wichtige Informationen:
Bitte bringe eine Sitzunterlage für draußen und ev. auch Schreibutensilien
mit und trage festes Schuhwerk und der Witterung angepasste Kleidung. Die
Wanderung findet bei jeder Witterung statt und dauert so etwa 2 Stunden.
Im anschließenden Work-Shop werden wir die gesammelten Wildkräuter verkochen
und verspeisen.

beifuß
Der Beifuß bittet: Nimm meinen Stängel und halte ihn fest, er schützt dich
sogar vor der Pest. Du darfst mich auch verspeisen, nimm mich auch mit auf
Reisen. Ich schmecke im Salz, Gott erhalt´s. Beifuß-Wein schenk ´ich dir ein
mein Mägdelein. Zu guter Letzt´ weihe ich dich und streichle dir sanft über
dein Gesicht, halte still, ich will.
Gertrude Kurzbauer ©

hollerkrapfen
Gebackene Hollerkrapfen – Spezialität aus dem Mühlviertel

Gebackene Hollerkrapfen:
25 dag Mehl in Bier oder Wasser, es geht auch Wein verquirlen, eine Prise
Salz, etwas Öl , 3 Eidotter dazugeben und verquirlen, vom Eiklar Schnee
schlagen und unterheben. Die frischen Blüten eintauchen und dann schwimmend
in heißem Fett herausbacken.
Mit Zimt und Zucker bestreuen und sofort genießen. Dazu kann man auch einen
Hollerröster (von den reifen Beeren) reichen.
Hollerbeeren und Zwetschken aufkochen (ca. 20 Min), mit etw. Puddingpulver
eindicken und nach Geschmack süßen.

Guten Appetit!

KP Gertrude Kurzbauer


Aegopodium podagraria

Feta-Käse auf Giersch,
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Ich bin gern auf der Suche nach schnellen Gerichten,
und dieses Menü ist auf alle Fälle in 20 min. auf den Teller (ohne Sammelzeit 🙂 ) gezaubert.

Zutaten:
Feta Käse
Handvoll Giersch
4 Kirschtomaten
1 Zwiebel
1 Jung Knoblauch (bekommt ihr hier ganz frisch http://www.wildkraeuterleben.at/?p=2336)
Brösel
1 Ei
Salz, Pfeffer
Suppenwürze
Öl

Zubereitung:
Zwiebel und Knoblauch schälen, schneiden und im heißen Öl glasig dünsten.
Giersch gut waschen, schneiden und dazugeben und mit wenig Wasser aufgießen,
einen Suppenwürfel dazu und dünsten bis er weich geworden ist.
Kurz vor Ende der Garzeit die Tomaten zugeben und mitdünsten.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Feta-Käse in Ei und dann in Brösel wenden (bitte 2x wiederholen) und von jeder Seite
goldbraun braten.

OH MY MY !!!

Schönes Wochenende wünscht euch
KP Christian



johannesnacht
Die Zeit um die Sommersonnenwende und um den Johannistag (24. Juni) war bereits für die Kelten eine sehr mystische Zeit. Für unsere Vorfahren, deren Leben und Schaffen noch viel mehr in den Lauf der Natur und den der Jahreszeiten eingebettet war, war dies ebenso eine besondere Zeit.
Der längste Tag und die kürzeste Nacht stehen bevor. Die Natur ist mit Sonnenlicht und Sonnenenergie aufgetankt. Viele Heilkräuter – die sogenannten Sonnenkräuter – (Johanniskraut, Königskerze, Beifuß, Schafgarbe, …) rund um die Sommersonnenwende gesammelt, gelten als besonders heilkräftig.
Das Licht und die Kraft dieser Pflanzen sollen in der dunklen Jahreszeit unsere Begleiter und Helfer bei körperlichen, aber auch bei seelischen Beschwerden sein.

Gemeinsam machen wir uns auf, diese Sonnenkräuter, aber auch andere Heilpflanzen zu entdecken. Sie erfahren, wie Sie die Kräuter als Heilmittel nützen können und welche Hausmittel Sie selbst einfach daraus herstellen können. Sie erhalten Tipps zur Herstellung von Tinkturen und wie Sie die Kräuter in der Küche, aber auch für andere Gesundheits- und Schönheitsprodukte verwenden können.

Im Anschluss an die Wanderung werden wir aus den gesammelten Kräutern schmackhafte Aufstriche zubereiten und gemeinsam Kräuteransätze verkosten.

Zeit: Freitag, 17. Juni 2016, 15.00 – 18.00
Ort: Freilichtmuseum Pelmberg, Hellmonsödt,
Treffpunkt Pelmbergstüberl
Leitung: Dipl.-Päd. Michaela Kaiser
zertifizierte TEM-Trainerin, Kräuterpädagogin, Kunsttherapeutin i. A.

Kosten: € 30,-, inkl. Verkostung von Kräutertinkturen und Jause (je ein Topfen- und Erdäpfelkäsbrot), Bezahlung vor Ort

Anmeldung:
per Mail: michaela.kaiser@gmx.at
telefonisch: 0699/10 18 79 87
maximal 15 Teilnehmer

Wichtige Informationen:
Bitte bringen Sie eine Sitzunterlage, Schreibutensilien und ev. einen Fotoapparat mit und tragen Sie festes Schuhwerk und der Witterung angepasste Kleidung (wir wandern auch bei leichtem Regen). Dauer der Wanderung ca. 2 ½ Stunden – ev. Getränk mitnehmen.


beinwell

Ein Rezept von unserem Vereinsmitglied KP Wilbirg Benischek aus St. Florian.

Zutaten
ca. 30 Beinwellblätter
250 g Hirse
2-3 kleine Zwiebel
Butterschmalz zum Andünsten
2 Eier
2 HV Wildkräuter (z.B. Giersch, Knoblauchsrauke, Gundelrebe)
700 ml Gemüsebrühe
Kräutersalz, Pfeffer, Galgant
2 Eier

Für den Guss:
200 ml hausgemachte Tomatensauce
100 ml Schlagobers
70 ml Most
Florianer Toscanagewürz
Ca. 100 g Käse (Bergkäse) gerieben

Zubereitung
Hirse heiß abbrausen.
Zwiebel in Butterschmalz andünsten.
Hirse kurz mitdünsten.
Mit der Gemüsebrühe ablöschen, 20 Minuten köcheln lassen.
Wildkräuter klein schneiden und unter die Hirsemasse geben.
Die Eier ebenfalls unter die Kräuter-Hirsemasse rühren.
Mit Salz, Pfeffer und Galgant würzen.

Dicke Mittelrippe der Beinwellblätter abschneiden.
Die Hirsefülle auf die Unterseite der Beinwellblätter streichen, aufrollen und in eine Auflaufform schichten.

Tomatensauce mit Most und Schlagobers vermischen, mit Florianer Toscanagewürz würzen und über die Beinwellrouladen gießen.

Mit geriebenem Käse bestreuen und im Backrohr bei 200 Grad 25 Minuten überbacken.

Gutes Gelingen!

wilbirg

Homepage von KP Wilbirg :kräuterparadies.net

Quelle: tv.orf.at – http://tv.orf.at/groups/magazin/mgr/240448