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Ein Lob auf die Kamille

Da mich vor ein paar Tagen die Kamille vom Schnupfen (Rhinitis)
ganz schnell wieder befreite. Widme ich dieser heilkräftigen Droge
diese kleine wunderbare Geschichte.

Die Kamillen-Hexe von Fintasberg
stand seinerzeit vor Gericht; fünf Aerzte und vier Advokaten waren erschienen und über 500 Zeugen, die fast alle zugunsten der „Hexe“ aussagten. Kläger waren nur zwei da; der eine, ein Arzt ohne Kundschaft und mit magerer Wissenschaft, klate, sie übe ärztliche Kunst ohne Patent, habe keine Anatomie studiert und könnte durch Mißgriffe leicht das Leben der Leute gefährden. Der andere, ein Schleifer, der von ihr Geld entlehnen wollte und statt dessen nur einen Verweis erhielt wegen seiner Säuferei, erklärte, sie sei unbedingt eine Hexe, denn sie heile oft ganz schwere Fälle in einer Stunde, dabei flüstere sie immer geheime Zaubersprüche.

Die ganze Geschichte lesen, hier klicken: Die Kamillenhexe

Matricaria Recutita = Echte Kamille

Ihr früherer Name lautet Matricaria chamomilla.
Sie wird deshalb in der Homöopathie „Chamomilla“ genannt.
Die heilkräftigen Blüten (Flores Matricariae = Flores Chamomillae)
sind das wichtigste Antiphlogistikum in der Phytotherapie.
Bei Entzündungen, Schmerzen, Spasmen im Bereich von Mund,
Hals, Magen, Darm, weiblichen Unterleibsorganen und Haut
ist die Kamille oft erste Wahl.

Aussehen: die Kamille ist eine feine,
sanft-ätherische Pflanze mit schmalen fiederteiligen
Blättern, gelben Blütenköpfchen und weißen Strahlenblüten.
Im Verlauf der Blüte streckt sich das Blütenköpfchen nach
oben und wird innen hohl, die weißen Strahlenblüten biegen
sich nach unten wie ein Röckchen.

Wirkstoffe: Die Kamille enthält eine
einmalige Kombination entzündungswidriger Stoffe. Als
Hauptwirkstoffe werden das Bisabolol = Levomenol, sowie
das Cham-Azulen angesehen. Beide Wirkstoffe entstammen
dem ätherischen Öl der Blüten. Das Azulen ensteht erst
bei der Destilation aus dem Terpenlacton Matricin.
Bisabolol und Azulen sind in Fluidextrakten mehr
enthalten als in Teezubereitungen, während zwei weitere
antiphlogistische Wirkstoffe vergleichsweise mehr in
wässrigen Extrakten (Tees) vorhanden sind: Flavonoide
(wie Apigenin) und Schleimstoffe.
Bisabolol wirkt entzündungswidrig durch eine Hemmwirkung
auf die Entstehung von Entzündungsmediatoren.

Einen schönen Frühlingstag wünscht Euch

KP Christian

Quellen:
„Blütenlese“ von Johann Künzle
Astrid Süßmuth


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