bärlauch
Allium ursinum gehört zu den ältesten Heilpflanzen der abendländischen Medizingeschichte.
Bereits die Römer kannten ihn als magen- und blutreinigendes Mittel.

Im „Kreuterbuch“ von Bock (1565) heißt es
„Der Waldt oder Schlange Knoblauch stinket übeler dann der zam, mag villeicht inn der Artzney Gifft zu vertreiben krefftiger sein, dann der zam.“

Im Bock’schen „Kreuterbuch“ findet sich auch die erste Abbildung des Heilkrautes.
Ein Zeitgenosse, Adamus Lonicerus, schreibt dem Bärlauch ebenfalls die gleichen Eigenschaften,
aber eine stärkere Wirkung als dem Gartenknoblauch zu.

In der Neuzeit erfuhr Allium ursinum besonders durch den Kräuterpfarrer
Künzle eine hohe Wertschätzung. Er nannte die Pflanze eine der „stärksten und gewaltigsten
Medizinen“ und spielt damit auch auf die von der Volksmedizin genutzte
Wirkung als kräftiges Blutreinigungsmittel an:
„Wohl kein Kraut der Erde ist so wirksam zur Reinigung von
Magen, Gedärmen und Blut wie der Bärenlauch. Ewig kränkelnde Leute, mit
Flechten und Ausschlägen versehen, die Skrophulösen und die Bleichsüchtigen
sollten den Bärenlauch verehren wie Gold. Die jungen Leute würden aufblühen wie ein Rosenspalier.“

(Margret Rupprecht – Naturheilpraxis)

Die Hauptanwendung für mich findet in der Küche statt, wo ich ihn sehr gerne als erstes Frühlingswildkraut gebrauche.
Auf der Suche nach guten Bärlauchrezepten bin ich über die Seite vom Bärlauchbauer gestoßen.
bärlauchfibel
bärlauchrisotto
Mehr Rezepte und die ganze Bärlauchfibel gibt es hier : http://www.der-baerlauchbauer.de/baerlauchfibel/baerlauchfibel.pdf
oder auf der
Homepage vom Bärlauchbauer : http://www.der-baerlauchbauer.de/index.html

Der Bärlauch verdient meinen großen Respekt, für seine Heilkräfte und seinen leckeren Geschmack in der Küche. Es ist aber auch aller auf diesem Planeten vorkommenden Pflanzen, Mineralstoffe und Elemente, die Gleiches für sich in Anspruch nehmen können.

Respekt vor dem, was wir „Natur“ nennen und zu der wir in gleichem Maße, nur anderer Art, gehören, ist es, was uns tagtäglich bewusst sein sollte, womit wir tagtäglich in Freundschaft, Liebe und Dankbarkeit umgehen sollten. Die „Natur“ bietet uns ihre Hilfe an, wenn wir krank sind, oder unser Essen verfeinern wollen.
Die „Natur“ sind wir alle, und in dieses Bewusstsein ist unser Handeln gestellt.

Wünsche Euch ein wunderbares Wochenende
KP Christian

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