IMG_7184

KUBEBENPFEFFER „HEILPFLANZE DES JAHRES 2016“
Seltenes Gewürz für scharfen Verstand
Chemnitz/Panschwitz-Kuckau – Der in Indonesien beheimatete Kubebenpfeffer (Piper cubeba) ist die „Heilpflanze des Jahres 2016“.

Das gab der Naturheilverein NHV Theophrastus am Dienstag bei einem Fachsymposium im Kloster St. Marienstern Panschwitz-Kuckau bekannt. Mit der Auslobung soll auf die Heilwirkung der vorwiegend als seltenes Gewürz bekannten ungewöhnlichen Pfeffersorte verwiesen werden. „Die Globalisierung macht nicht vor Heilkunde und Nahrungsmitteln Halt“, erklärte Vereinsvorsitzender Konrad Jungnickel.

Die kugeligen Früchte des mehrere Meter hohen Strauches wurden lange als Hausmittel bei Kopfschmerzen, Atemwegs- oder Harnwegserkrankungen empfohlen, sie sollen entzündungshemmend wirken. Laut der Universalgelehrten Hildegard von Bingen (1098-1179) führe der Kubebenpfeffer „zu einem fröhlichen Geist, einem scharfsinnigen Verstand und zu reinem Wissen“, hieß es in der Mitteilung des Vereins.

Das in der indonesischen und nordafrikanischen Küche traditionelle Gewürz wird demnach etwa der marokkanischen Gewürzmischung Ras el-Hanout beigemischt. In der hiesigen Küche würze der Kubebenpfeffer Reis, Gemüse und Meeresfrüchte, gebe aber auch Lamm oder Schmorgerichten eine bitter-scharfe Note. Der NHV benennt seit 2003 die Heilpflanze des Jahres mit dem Ziel, naturkundliches Wissen zu bewahren.

Quelle: http://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/spektrum/news/2015/06/02/seltenes-gewuerz-fuer-scharfen-verstand/15919.html

Der Kubebenpfeffer wurde volksmedizinisch bei Kopfschmerzen, Stockschnupfen oder Harnwegserkrankungen empfohlen. Er wirkt entzündungshemmend und antiallergisch und führt laut Hildegard von Bingen „…zu einem fröhlichen Geist, einem scharfsinnigen Verstand und zu reinem Wissen“. In der heimatlichen Küche wird der Kubebenpfeffer zum Würzen von Reis, Gemüse und Meeresfrüchten verwendet.

Hauptsächliche Einsatzgebiete des Kubebenpfeffers sind entzündliche und bakterielle Erkrankungen der Harnwege und als auswurfförderndes Mittel bei chronischer Bronchitis. Kaut man getrocknete Früchte, sollen Kopfschmerzen und Schwindel gelindert werden und eine Steigerung des Geschlechtstriebes erzielt werden. Er wirkt harntreibend, harndesinfizierend, auswurffördernd, magenstärkend, verdauungsfördernd, blähungs- und krampflösend. Außerdem soll Kubebenpfeffer eine anregende Wirkung auf die Gehirnleistung, die Konzentration und das Wohlbefinden haben. Dafür wird das mehrmalige tägliche Kauen von drei getrockneten Früchten empfohlen.
Das Räuchern mit Harzen oder Pflanzenteilen war vor Jahrtausenden oft Teil von rituellen Handlungen. So sollten böse Geister vertrieben, Träume verbessert und Wohlbefinden erzeugt werden. Positive Wirkungen auf Erhaltung oder Wiederherstellung der Gesundheit wurden dem Räuchern damals schon zugeschrieben. Auch heute kommt es wieder in Mode – nicht nur zu Weihnachten. Beim Räuchern wirkt gemörserter Kubebenpfeffer anregend und bringt stockende Energien wieder in Fluss. Da er pur etwas streng riecht, wird eine Mischung z. B. mit Rosmarin, Nelke, Rose oder Lemongras empfohlen.

Noch mehr Infos über den Kubebenpfeffer

Homepage NHV Theophrastus :http://www.nhv-theophrastus.de/site/index.php?option=com_content&view=article&id=219:kubebe-seltenes-gewuerz-und-unterschaetzte-arznei&catid=31:heilpflanzen-des-jahres-&Itemid=208

Sonnige grüße
Christian


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.