gänseblümchen
Gänseblümchengelee

500 ml Apfelsaft
1 Handvoll Gänseblümchen
150 – 200g Gelierzucker
etwas abgeriebene Orangenschale
1 Teelöffel Zitronensaft

Die Gänseblümchen im Apfelsaft kurz aufkochen und über Nacht zugedeckt ziehen lassen.
Dann abfiltern und den Zitronensaft und die Orangenschale hinzufügen.
Mit dem Gelierzucker zu einem Gelee einkochen.
In heiße Gläser füllen und gut verschließen.

Guten Appetit!

ursula_asamer

Ursula Asamer





beifuss
Beifußessig

In der Sonnwendnacht geernteter Beifuß kann zu einem besonders wertvollen Essig weiterverarbeitet werden.
3 Beifußzweige,
1 Beifußwurzel
1 l Apfelessig

Beifußzweige in größere Teile schneiden, die Wurzel reinigen,
klein schneiden und in 1 l Apfelessig für ca. 5 – 7 Tage dunkel ausziehen lassen.

Zum Aufbewahren abfiltern und in eine hübsche Flasche füllen.
Diesem Essig werden neben seiner guten Wirkung in Salaten zu fetten Speisen, auch erotische Kräfte zugeschrieben.

ursula_asamer
Ursula Asamer


rose
Pflanzenfamilien poetisch
(Erika Bauer)

Pflanzen sich gut Trockenheit und Nässe anpassen,
sich nicht durch Lichtmangel entmutigen lassen,
Blätter klappen zusammen, Blüten schließen in der Nacht,
die Pflanze folgt der Sonne, wenn sie vom Himmel lacht.

Bei den Kreuzblütlern gibt’s gar viele Gemüsesorten,
die man findet an beinahe fast allen Orten,
kaum ein gift’ges Kraut ist in der Familie dabei
und die meisten sind zum Essen eine Leckerei.

Hahnenfußgewächse werden von Hummeln bestäubt,
die vom Nektar in Honigblättern werden fast betäubt,
Scharbockskraut Vitamin C als Radikalfänger enthält,
wer sterben will, den Eisenhut zum Genusse wählt.

Korbblütler sind ein ganzer Korb voller Blüten,
vor des Löwenzahn’s Fallschirm wollen sich hüten,
Besitzer von einem schönen, englischen Rasen,
die das Gelb im Grün ärgert über alle Maßen.

Diese Kräuter Zungen- und Röhrenblüten haben,
an denen sich gar viele Insekten laben,
radiär oder zygomorph kann die Krone sein
und ohne Öl und Gemüse wär’ unser Leben eine Pein.

Schmetterlingsblütlern gehören Bohne und Soja an,
die Kronblätter man in Teile zerlegen kann,
in Flügel, Schiffchen und Fahne, mit Leichtigkeit,
der Mensch nutzt diese Pflanzen schon seit langer Zeit.

Flavonoide zählen zu den Inhaltsstoffen,
Phytoöstrogene lassen auf Gesundheit hoffen,
Eiweiß ein wichtiger Teil unserer Nahrung ist,
doch Monokultur äußerst schlecht ist, wie ihr wißt.

Lippenblütler haben eine Ober- und Unterlippe,
eine Kaisersemmel ist die Frucht dieser Sippe,
zu der Thymian, Ysop und Oregano zählen,
aber auch Salbei und Rosmarin dürfen nicht fehlen.

Ätherische Öle und Gerbstoffe tun uns gut,
beruhigen, heilen, lassen uns schöpfen neuen Mut.
Sie würzen das Essen auf mediterrane Art,
wenn man Fleisch oder Gemüse mit ihnen gart.

Doldenblütler Furanocumarine enthalten,
Alkaloide, die das Leben ausschalten,
Schierling und Hundspetersilie bringen Leid,
doch feine Gewürze und Gemüse machen Freud’.

Kümmel, Fenchel, Möhre, Koriander und Dill,
die Engelwurz, die ich speziell erwähnen will,
heilen besonders den Magen, die Seele, den Darm,
ohne diese Kräuter wären wir Menschen wirklich arm.

Zu den Rachenblütlern zählen Ehrenpreis und Fingerhut,
auch Schmarotzer, die dem Wirt tun gar nicht gut.
Die Kräuter Schleim-, Bitter- und Gerbstoffe enthalten,
auch Herzglycoside, die sich können negativ entfalten.

Rosengewächse gehören Rosen und Beeren an,
alle Obstbaumarten man dazu zählen kann,
sowie Fingerkräuter, Mädesüß und Nelkenwurz,
kommen bei dieser Familie auch nicht zu kurz.

Verströmt die Rose ihren bezaubernden Duft,
liegt immer Lebensfreude und Liebe in der Luft.
Im alten Rom war sie ein Symbol für Mut
und nur für die Reichen ein erschwingliches Gut.