wasserhanf, donnerkraut, alpkraut oder kunigundenkraut sind weitere volkstümliche bezeichnungen,

kunigunde, gemahlin, herzogs heinrich von baiern, musste bekanntlich,
um ihre unschuld zu beweisen, die feuerprobe bestehen, weshalb sie
barfuss über glühende kohlen hinweggehen musste,
welches experiment sie auch glücklich bestanden haben soll, worauf sie von
innocenz III. im jahre 1200 unter die heiligen versetzt wurde.
sie starb den 3. märz 1040 in dem von ihr gestifteten kloster kaufungen bei
kassel, in welchem sie am jahrestage ihres wittwenstandes, den 13. juli 1025,
den nonnenschleier anlegte.
von dieser kunigunde hat unser wasserdost eupatorium cannabinum, den namen „kunigundenkraut“.

deckengemälde über den feuerlauf der kundigunde: https://de.wikipedia.org/wiki/Corvey#/media/File:Corvey_Deckengemaelde.JPG

kundigunde ist die schutzpatronin der kranken kinder,
an ihrem grabe (im bamberger dom) sollen viele kranke
geheilt worden sein.

gebraucht wird die wurzel und das ganze kraut, früher
fehlte radix et herba eupatorii sive st. cunigundae in keiner apotheke.
eupatorium steigert die abwehrkraft gegen infekte, vor allem
bei akuten virus infekten bei denen die antibiotika wirkungslos sind,
also in erste linie bei allen grippösen infekten, aber auch bei
leber- und nierenleiden, jedoch nie bei nierenentzündung.
ein altes fiebermittel.

hauptinhaltsstoff ist ein bitteres glykosid eupatorin.

fundorte: gedeiht an feuchten stellen der wälder

sammelzeit: sommer


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