Erstmals wurde eine österreichische Arzneipflanze des Jahres gewählt – das Mutterkraut kann die Häufigkeit und Schwere von Migräneattacken reduzieren.

Das Mutterkraut (Tanacetum parthenium)
ist die erste österreichische Arzneipflanze des Jahres. Das gab die Herbal Medicinal Products Platform Austria (HMPPA) Mittwochvormittag bekannt. Mutterkraut wurden von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) als bewährtes traditionelles Pflanzenheilmittel zur Vorbeugung von Migräneattacken eingestuft. Wegen der Ähnlichkeit mit der Kamille wird die Pflanze regional auch „Mutterkamille“, „Zierkamille“ oder „falsche Kamille“ bezeichnet.

Wissenschaftler der Universität Würzburg küren seit 1999 die Arzneipflanze des Jahres in Deutschland. Nach diesem Vorbild wählt seit heuer die Herbal Medicinal Products Platform Austria (HMPPA) – bestehend aus Experten der pharmazeutischen Institute der Universitäten Graz, Innsbruck und Wien – die Arzneipflanze des Jahres in Österreich.

Weniger Migräneanfälle
„Die Wirkung von Mutterkraut wurde in zahlreichen pharmakologischen Studien untersucht“, so Univ.-Prof. Rudolf Bauer, Vizepräsident der HMPPA und Leiter des Instituts für Pharmazeutische Wissenschaften der Karl-Franzens-Universität Graz. Die Kombination der Inhaltsstoffe hemmen unter anderem eine überschießende Freisetzung des Botenstoffs Serotonin, der bei der Migräne eine entscheidende Rolle spielt. Auch Entzündungsstoffe werden gehemmt.

„Bei regelmäßiger Einnahme konnten die Anzahl und die Schwere der Migräneanfälle signifikant gemildert werden. Außerdem kam es zu einer Verbesserung der Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Schwindel und Erbrechen.“ Mutterkraut ist das erste pflanzliche Arzneimitel gegen Migräne am österreichischen Markt.

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quelle: www.kurier.at



Eine neue Metaanalyse bestätigt die Wirksamkeit von Johanniskraut (Hypericum perforatum) bei milden und moderaten Depressionen. Extrakte der Heilpflanze waren besser wirksam als Placebo und vergleichbar wirksam wie chemisch-synthetische Antidepressiva, berichtet ein Forscherteam um Eric Apaydin von der Pardee RAND Graduate School im kalifornischen Santa Monica im Fachjournal «Systematic Reviews». Ob die Heilpflanze auch bei schweren Depressionen hilft, ist dagegen bislang nicht ausreichend untersucht, konstatieren die Autoren.

Wissenslücken gebe es auch noch zum Auftreten seltener Nebenwirkungen. Den Studiendaten zufolge liegt die Nebenwirkungsrate von Johanniskraut-Präparaten auf Placeboniveau und damit niedriger als bei herkömmlichen Antidepressiva.

Für ihre Metaanalyse werteten die Wissenschaftler 35 randomisierte kontrollierte Studien mit rund 7000 Patienten aus, die entweder mit einem standardisierten Johanniskraut-Extrakt mit 0,3 Prozent Hypericin und 1 bis 4 Prozent Hyperforin oder mit Placebo oder Antidepressiva behandelt wurden.

Die Autoren berichten, dass die Ergebnisse der eingeschlossenen Studien durchaus unterschiedlich ausfielen, was die Aussage zur Wirksamkeit etwas abschwäche. In Deutschland durchgeführte Studien, die etwa die Hälfte der ausgewerteten Veröffentlichungen ausmachten, hatten besonders deutlich die Wirksamkeit von Johanniskraut-Präparaten gezeigt. Eine Erklärung für die uneinheitliche Studienlage haben die Wissenschaftler nicht.

Quelle: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=67566



WILD – WURZEL ZEIT
Wenn der Schnee schmilzt und die ersten Spitzen der Pflanzen aus dem Boden ranken, dann ist auch wieder der richtige Zeitpunkt, um Wurzeln auszugraben.

Die Heilkraft der ganzen Pflanze steckt jetzt in den Wurzeln. Die Wurzeln der Pflanzen liegen tief im Erdinneren und verankern sich mit dem Boden. Sie ist sozusagen Standhalter für das Überleben der Pflanze. Ihre Kraft entscheidet für das Heil und das Leben. Heilung liegt also in den Wurzeln.

Lange Zeit schien diese Wirkung unserer Wild & Heilkräuter in Vergessenheit geraten zu sein. Engelwurz – Beinwell – Baldrian und Co sind wunderbare Pflanzen, die bei allerlei Beschwerden helfen können.

Wer nach der Grippewelle noch an Zerschlagenheit leidet, der könnte Krenwurzeln als natürliches Antibiotikum zum Wiederaufbau des Immunsystems ausprobieren. Wie man eine Beinwellsalbe herstellt und worauf man dabei achtet – erzähle ich in einfachen Schritten zum selber ausprobieren. Sie erfahren, wobei uns die Engelwurz behilflich sein kann und erhalten einfache Rezepte zum Herstellen.
Wurzelriechgläser aktivieren unsere Sinne und natürlich gibt es auch Produkte zum Mitnachhause nehmen.

Mi, 8. 2. 2017, 18.00 Uhr
Alexandra SKALA,

WO:
Biologiezentrum Linz
Johann-Wilhelm-Klein-Str. 73, 4040 Linz

Eintritt: Frei


Für die Herstellung benötigst du folgende Zutaten:
100g Xylit (in den meisten Supermärkten oder online bestellen)
2 EL frische, oder 1 EL getrocknete, fein gehackte Kräuter

So gehst du vor: Das Xylit bei mittlerer Hitze erwärmen, bis es zu einer
transparenten Flüssigkeit wird. Anschließend den Topf vom Herd nehmen und
die Kräuter einrühren.
Die Masse in Bonbongröße auf ein Backpapier tropfen und für ca. eine Stunde
erkalten lassen.

Wenn die Bonbons ganz weiß sind, lassen sie sich leicht vom Papier lösen und
du kannst sie in einer Dose geschlossen aufbewahren.

Quelle: http://www.smarticular.net/halsbonbons-und-zahnpflege-zugleich-selbst-gemacht-wenigen-schritten/